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Wirtschaftlicher Erfolg fordert ein Umdenken der IT

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Herausforderungen und Chancen im Diskurs


IT ist groß, bürokratisch, teuer, träge! Zugegeben, das ist provokant und sicherlich nicht in allen Fällen richtig. Aber im Kern enthält diese These mehr Wahrheit als uns lieb und für ein Unternehmen gesund ist.

 

Dabei ist die Verfügbarkeit von Diensten und Services, unabhängig von Raum und Zeit, Voraussetzung für ein zukünftiges Business. Die IT wird damit ein Schlüsselfaktor für jeglichen wirtschaftlichen Erfolg. Smarte Produkte, die mit digitalen Services aufgewertet werden und sich mehr und mehr in unsere vernetzte Welt eingliedern, werden zum Standard. Die Bindung des Kund:innen durch ein digitales Ökosystem, bestehend aus Produkten und Services, muss daher Ziel unternehmerischen Handelns sein. Dabei sind die Investitionen für einen neuen Zugang zu Kund:innen gering. Die Kosten für ihre Ausführung sogar vernachlässigbar, denn digitale Services skalieren nahezu automatisch und fast ohne zusätzliche Kosten. Sobald ein Service einmal steht, kann er kostenneutral millionenfach ausgeführt werden und wirkt sich damit unmittelbar auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens aus.

 

Diejenigen, die die Digitalisierung vorantreiben sollten, sind aber mit der Sicht auf Migrations- und Infrastrukturprojekten beschäftigt und bringen nicht die Geschwindigkeit in die Umsetzung, die der Markt wünscht. Anstelle durch innovative Ansätze aktiv die Zukunft zu gestalten, wird Bestehendes abgesichert. So kommen die großen Innovationsthemen unserer heutigen Zeit in aller Regel nicht mehr aus der IT. Die IT ist zum Verwalter ihrer Infrastrukturen und ihrer über die Jahre eingeführten Systeme geworden. Visionäre Impulse bleiben dabei auf der Strecke.

 

Doch der Generationswechsel lässt diese Versäumnisse nicht ungestraft, denn die erste Generation der Digital Natives ist nun geschäftsfähig und die damit einhergehende Veränderung des Marktes allgegenwärtig. Es geht um Überall und Jederzeit, um Geschwindigkeit und Erlebnis – dabei ist die Erwartungshaltung des Marktes längst im Unternehmen angekommen. Sie wird jedoch oft durch veraltete Strukturen und Vorgehensweisen abgebremst.

 

Eine Lösung liegt in der bimodalen IT. Das setzt aber voraus, dass die Unzulänglichkeit der gegenwärtigen Situation erkannt wird. Dies benötigt nicht nur ein reflektiertes Selbstverständnis der heutigen IT, sondern auch ein radikales Umdenken bezüglich genutzter Herangehensweisen. Selbst Agilität ist hier kein Garant für Erfolg. Es benötigt Mut. Mut, um Dinge zu verproben und um früh Erkenntnisse zu gewinnen. Nur so ist es möglich schnell nächste Schritte einzuleiten und an Geschwindigkeit zu gewinnen. Unsere ganze Arbeitsweise und unser ganzes Vorgehen muss diesen Regeln folgen. Klassische IT Strukturen bieten nur selten Freiräume, die ein solches Vorgehen erfordern. Somit ist ein Umdenken unerlässlich.

 

Genau dabei ist es wichtig, den Services–Gedanken im Unternehmen zu verankern und diesen durch IT–Infrastrukturen zu untermauern. Innovativ, schnell, skalierbar mit überschaubaren Investitionen – mit diesem Fokus müssen Ergebnisse für Ideen geschaffen werden.

 

Damit diese Herangehensweise nicht in Anarchie ausartet, ist es die Aufgabe der IT, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich solche Findungsprojekte bewegen. Dies betrifft sowohl das methodische Vorgehen, wie auch technologische Festlegungen.

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